18.10.2018

Prof. Brunkwall ist DGG-Kongresspräsident

34. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin

Prof. Dr. Jan Brunkwall, Foto: Michael Kreißl
Prof. Dr. Jan Brunkwall, Foto: Michael Kreißl

Univ.-Prof. Dr. Jan Brunkwall, Direktor der Klinik und Poliklinik für Gefäßchirurgie im Herzzentrum der Uniklinik Köln, ist der amtierende Kongresspräsident der 34. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin vom 17. bis 20. Oktober in Bonn. In dieser Funktion hat er das gesamte wissenschaftliche Programm der Tagung unter dem diesjährigen Motto „Evidence-based Gefäßmedizin- personalisiert“ mit zahlreichen Vorträgen, Kursen und Workshops erstellt. Das Motto soll die Kunst des Arztes in der Festlegung der Therapie für den einzelnen Patienten hervorheben, denn in wenigen anderen Fächern gibt es so zahlreiche Studien und so viel Studienmaterial, auf dem die Therapieentscheidung beruht. Als Redner konnte er zahlreiche internationale Experten gewinnen – unter anderem aus Ägypten, Japan, USA und Schweden.

In den letzten 20 Jahren sind wichtige Studienergebnisse im gefäßmedizinischen Bereich besonders in den drei großen Gebieten Carotisstenose, Bauchaortenaneurysma sowie pAVK entstanden. Da für die meisten Studien strenge Einschlusskriterien vorliegen, wird nur jeder zehnte bis jeder zwanzigste Patient, der für eine Studie aufgrund seiner Erkrankung geeignet wäre, tatsächlich auch eingeschlossen. In der täglichen Praxis müssen daher diese Daten auf das große Patientenkollektiv übertragen werden. Ob durch diese Übertragung der Studienergebnisse auf das Gesamtkollektiv die gleichen guten Ergebnisse erzielt werden können, zeigen die Register. Aus diesem Grund stellen die prospektiv randomisierten Studien eine sehr wichtige Basis dar, welche die Registerstudien komplettieren. Die Kunst des Arztes wird daher nicht nur durch die handwerklichen Fähigkeiten alleine ausgemacht, sondern auch durch die Berücksichtigung der wissenschaftlichen Ergebnisse zusätzlich zu dem Wunsch des einzelnen Patienten.

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